Maschinenhalle der ehemaligen Diamaltwerke, München
Bauabschnitte 1 und 2: 2011 – 2014
Bauabschnitt 3: seit 2022
Sanierung sowie Umbau und Nutzungsänderung zu Tagespflegeeinrichtung mit Büros (Industriedenkmal)
Die Sanierung und Umnutzung der Maschinenhalle der ehemaligen Diamaltwerke wird seit 2022 im Rahmen des dritten Bauabschnitts im Projekt rund um das Areal der ehemaligen Diamaltwerke in München, Allach realisiert.
Informationen zum den früheren Bauabschnitten finden Sie im Projekt
Kesselhaus der ehemaligen Diamaltwerke.
Bauaufgabe und neue Nutzung:
Mit ca. 7.700 cbm Gesamtkubatur, ist auch nur der eigentliche Hallenraum der Maschinenhalle beeindruckend. Dass die Denkmalbehörde diesen Raumeindruck möglichst erhalten wollte, ist daher gut nachvollziehbar.
Nachdem ein Nutzer gefunden wurde, bestand die Aufgabe darin Räume für eine Tagesdemenzpflegeeinrichtung, Büros und eine Begegnungsstätte barrierefrei, teilweise rollstuhlgerecht unterzubringen. Um das baurechtlich, gestalterisch, technisch und baulich umzusetzen, wurde in den Hallenraum ein Kubus als Stahlkonstruktion mit Glas- und Trockenbauwänden eingestellt.
Die im Bauabschnitt Kesselhaus 2012 fertiggestellten Fassaden sollten bei der Sanierung und Umnutzung nicht weiter angetastet werden. Dies stellte eine besondere Herausforderung dar, denn wie kann ein zweiter Rettungsweg funktionieren, wenn es im Erdgeschoss nur eine Außentür gibt?
Über einen Erschließungskern aus Ortbeton ist der Neubau an die Trennwand zum bestehenden 1960er Jahre Bauteil angeschlossen. So entstand an zwei Stellen über Durchbrüche ein zweiter Rettungsweg.
Für das Realisieren der drei offenen Ebenen des Neubaus war das Erarbeiten des Brandschutzkonzepts, das Beantragen der notwendigen Befreiungen und die enge Zusammenarbeit mit der Haustechnikplanung essenziell wichtig.
Da der Zugang zur Halle lediglich über eine einzelne bestehende Außentür erschlossen ist, waren alle Baumaterialien so zu dimensionieren, dass diese durch die 2,20 m x 2,35 m kleine Zugangstüröffnung ins Innere gebracht werden konnten. Dies erschwerte die Abwicklung der Bauarbeiten zusätzlich und erforderte das frühe Einbeziehen der Rohbaugewerke.
Dass auch die Fassaden, die bereits 2012 mit dem Bauabschnitt Kesselhaus fertiggestellt wurden, nicht weiter angetastet werden sollten, stellte bei der Sanierung und Umnutzung eine weitere Herausforderung dar, denn wie kann ein zweiter Rettungsweg funktionieren, wenn es im Erdgeschoss nur eine Außentür gibt?
Die Maschinenhalle wurde bei der Umnutzung auch bezüglich des Energiestandards optimiert und erreicht den Effizienzhausstandard (BEG).

